Days Gone Remastered
Bild: Bend Studio / PSN
SpielAction-AdventureOpen WorldSurvivalHorrorPS5

Days Gone Remastered

Von Chefermittler·14. Juni 2026·2 Min Lesezeit

Days Gone Remastered zeigt auf PS5, was in diesem unterschätzten Zombie-Epos steckt. Die technischen Verbesserungen heben das Spiel auf ein neues Level – flüssige 60 FPS, knackige Grafik und minimale Ladezeiten machen die postapokalyptische Reise durch Oregon endlich zu dem Erlebnis, das es von Anfang an hätte sein sollen. Wer es verpasst hat, bekommt hier eine zweite Chance auf ein verdammt gutes Action-Adventure.

Entwickler / Studio
Bend Studio
Erscheinungsjahr
2025
Getestet auf
PS5
Spielzeit
40-50 Stunden

Bewertung

Gesamtwertung
8.5/10
Sehr gut
Chefermittler-Empfehlung
Story8.0
Gameplay8.0
Präsentation9.0
Sound9.0
Wiederspielwert8.0

Pro

  • Butterweiche 60 FPS und drastisch verkürzte Ladezeiten verwandeln das Spielerlebnis komplett
  • Die Horden-Kämpfe sind auch Jahre später noch absolut einzigartig und adrenalingeladen
  • Deacon St. John entwickelt sich zu einem der unterschätztesten Protagonisten der PS-Ära
  • Riesige Open World mit überraschend viel Abwechslung und atmosphärischen Momenten

Contra

  • Missiondesign wiederholt sich stellenweise und folgt zu oft denselben Mustern
  • Steuerung des Motorrads fühlt sich nach wie vor etwas schwammig an
  • Erste Spielstunden brauchen Geduld, bis das Spiel richtig Fahrt aufnimmt
Days Gone Remastered zeigt auf PS5, was in diesem unterschätzten Zombie-Epos steckt. Die technischen Verbesserungen heben das Spiel auf ein neues Level – flüssige 60 FPS, knackige Grafik und minimale Ladezeiten machen die postapokalyptische Reise durch Oregon endlich zu dem Erlebnis, das es von Anfang an hätte sein sollen. Wer es verpasst hat, bekommt hier eine zweite Chance auf ein verdammt gutes Action-Adventure."

Im Detail

Leute, ich geb's zu: Als Days Gone 2019 rauskam, war ich skeptisch. Die Reviews waren gemischt, technische Probleme plagten das Spiel, und irgendwie ging es im Release-Chaos unter. Jetzt, mit der Remastered-Version für PS5, hab ich dem Ganzen eine zweite Chance gegeben – und verdammt, was für eine Überraschung!

Das Spiel wirft euch in die Stiefel von Deacon St. John, einem Biker und Kopfgeldjäger in einem von Freakern (aka Zombies) überrannten Oregon. Die Story startet etwas schleppend, aber gebt ihr Zeit. Deacons Entwicklung vom abgebrühten Einzelgänger zum emotional komplexen Charakter ist richtig gut gemacht. Die Rückblenden zu seiner Frau Sarah sind anfangs nervig, entfalten aber später eine emotionale Wucht, die ich so nicht erwartet hätte.

Das Herzstück des Spiels? Die Horden. Wenn ihr das erste Mal auf 300+ Freaker trefft, die wie eine Zombie-Lawine auf euch zurasen, wisst ihr: Das ist anders. Kein anderes Spiel hat dieses Gefühl von panischer Planung und chaotischer Flucht so gut eingefangen. Ihr braucht Strategie, die richtige Ausrüstung und verdammt viel Munition. Diese Kämpfe sind selbst im Remaster noch Gänsehaut-Material.

Die PS5-Version macht technisch alles richtig: 60 FPS durchgehend, Ladezeiten von wenigen Sekunden statt Minuten, und die DualSense-Integration mit haptischem Feedback beim Motorradfahren ist ein nettes Extra. Die Grafik wurde aufpoliert, besonders Beleuchtung und Vegetation sehen knackiger aus. Oregon als Setting funktioniert einfach – von dichten Wäldern über Schneegebiete bis zu verlassenen Highways.

Das Gameplay-Loop aus Camps säubern, Kopfgelder jagen, euer Bike upgraden und die Story vorantreiben funktioniert solide. Das Motorrad ist euer ständiger Begleiter und muss betankt und repariert werden – anfangs nervig, später Teil der Immersion. Nur die Steuerung könnte präziser sein.

Wo das Spiel schwächelt: Das Missiondesign wiederholt sich. Zu oft geht's darum, Punkt A zu erreichen, was zu schießen und zurückzukehren. Die ersten 10 Stunden ziehen sich, weil das Spiel seine besten Karten zu spät ausspielt. Und ja, manche Dialoge sind etwas klischeehaft.

Aber wisst ihr was? Wenn ihr euch darauf einlasst, bekommt ihr ein 40-50 Stunden Abenteuer, das unterschätzt wurde. Die Welt fühlt sich gefährlich an, die Progression ist befriedigend, und die Horden bleiben unvergesslich. Das Remaster zeigt, dass Days Gone verdient hätte, mehr Liebe zu bekommen.

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